Die Warnung begegnet uns überall: „Glücksspiel kann süchtig machen“. In den Medien wird das Thema häufig als etwas Gefährliches dargestellt, von dem man sich besser fernhalten sollte. Meist findet Glücksspiel nur dann Erwähnung, wenn sich eine Person durch problematisches Verhalten ins Abseits manövriert hat. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Darstellung, und wie berechtigt ist die pauschale Verurteilung?
Fakt ist: Für die allermeisten Menschen ist Glücksspiel eine harmlose Freizeitbeschäftigung, die schlicht Spaß macht. Eine Verteufelung der gesamten Branche ist daher fehl am Platz. Was jedoch stimmt, ist die Tatsache, dass Glücksspiel süchtig machen kann. Sobald sich ein problematisches Spielverhalten entwickelt, kann es rasch bergab gehen – Konten, Arbeitsplätze und Beziehungen sind schon durch die Sucht zerbrochen.
Die gute Nachricht lautet: Diesem Worst-Case-Szenario lässt sich vorbeugen. Wer sich an einige einfache Regeln hält, kann sicherstellen, dass es gar nicht erst zu einer Situation kommt, in der die Dinge außer Kontrolle geraten. So bleibt das Glücksspiel das, was es sein sollte: ein unterhaltsames Hobby. Auf allesausserflach.de zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten können, um sich selbst und Ihre Mitspieler zu schützen.
Was bedeutet verantwortungsvolles Spielen?
Verantwortung lässt sich sinngemäß als die Verpflichtung beschreiben, dafür zu sorgen, dass alles einen möglichst guten Verlauf nimmt und nach Möglichkeit kein Schaden entsteht. Übertragen auf das Glücksspiel bedeutet verantwortungsvolles Spielen also, sich so zu verhalten, dass die Freude am Spiel erhalten bleibt und keine negativen Folgen entstehen.
Im Grunde ist das genau das, was wir alle wollen. Niemand loggt sich gern frustriert aus einem Online Casino aus oder tritt verschuldet den Heimweg von der Spielhalle an. Verantwortungsvolles Spielen liegt somit im ureigenen Interesse jedes Spielers. Es geht nicht darum, den Spaß zu beschränken, sondern darum, ihn dauerhaft und ohne unangenehme Nebenwirkungen genießen zu können.
Woran erkenne ich problematisches Spielverhalten?
Nicht immer ist es leicht zu erkennen, ob das eigene Spielverhalten noch gesund ist. Es gibt jedoch einige Anzeichen, die darauf hindeuten, dass man den Bereich des verantwortungsvollen Spielens verlassen hat. Von einer Spielsucht spricht man im Allgemeinen dann, wenn der Drang zu spielen so stark wird, dass er das eigene Leben beherrscht. Die folgenden Verhaltensweisen und Gefühle können Warnsignale sein.
- Sie spielen aus Langeweile oder schlicht aus Gewohnheit.
- Sie spielen, um sich von Problemen abzulenken oder Stress auszugleichen.
- Sie spielen, obwohl Sie betrunken sind oder unter dem Einfluss starker Medikamente stehen.
- Sie spielen, weil Sie das Gefühl haben, Geld verdienen zu müssen.
- Die Entscheidung zu spielen treffen Sie meist spontan und impulsiv.
- Sie setzen immer höhere Summen ein.
- Sie haben zuletzt mehr Geld eingesetzt, als Sie sich eigentlich leisten können.
- Nach Verlusten versuchen Sie, diese durch noch höhere Einsätze auszugleichen.
- Sie verheimlichen vor Familie oder Freunden, ob und wie viel Sie spielen.
- Es kommt zu Streit oder Problemen im Umfeld, bei denen es um Ihr Spielverhalten geht.
Wenn einer oder mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen, könnte es an der Zeit sein, das eigene Spielverhalten einmal in Ruhe zu betrachten und ehrlich zu reflektieren. Je früher man erste Anzeichen erkennt, desto leichter lässt sich gegensteuern, bevor sich ein ernsthaftes Problem entwickelt.
Tipps für verantwortungsvolles Glücksspiel
Nachdem wir Ihnen die möglichen Anzeichen einer Glücksspielsucht aufgezeigt haben, möchten wir Ihnen nun konkrete Empfehlungen mit auf den Weg geben. Diese sorgen dafür, dass es gar nicht erst zu einer heiklen Situation kommt. Denn wer einige einfache Regeln beherzigt, maximiert seinen Spielspaß und minimiert gleichzeitig die Risiken.
Verlusten nicht hinterherlaufen
Wenn man beim Glücksspiel Echtgeld verliert, ist der erste Impuls oft, umso mehr einzusetzen, um den Verlust wieder auszugleichen. In den allermeisten Fällen geht das jedoch schief: Es folgen weitere Verluste und immer neue Versuche, diese zurückzugewinnen, bis man am Ende tief im Minus steht. Dieses sogenannte Loss-Chasing gilt es unbedingt zu vermeiden. Halten Sie sich an Ihre eigenen Limits und legen Sie nach einem Verlust am besten erst einmal eine Pause ein.
Aus den richtigen Gründen spielen
Spaß ist ein hervorragender Grund, um Glücksspiele zu genießen. Die Absicht, damit Geld zu verdienen, ist hingegen denkbar ungeeignet, denn sie führt meist zu Frust, Enttäuschung und im Zweifel zu größeren Verlusten. Betrachten Sie das Glücksspiel als das, was es sein sollte: ein unterhaltsames Hobby, nicht mehr und nicht weniger. Diese innere Haltung schützt Sie vor überzogenen Erwartungen.
Klare Limits setzen
Überlegen Sie sich bereits im Vorfeld, wie lange Sie spielen möchten und wie viel Geld Sie einsetzen wollen. Feste Grenzen helfen Ihnen dabei, diese auch tatsächlich einzuhalten. Viele Online Casinos bieten hierfür praktische Werkzeuge an, mit denen sich solche Limits direkt im Konto hinterlegen lassen.
Das Risiko begrenzen
Setzen Sie niemals mehr Geld ein, als Sie sich problemlos leisten können zu verlieren. Fragen Sie sich vor jedem Einsatz ehrlich: „Wäre es in Ordnung, wenn dieses Geld weg ist?“ Fällt die Antwort negativ aus, gehen Sie ein unnötiges finanzielles Risiko ein. Diese kleine Kontrollfrage bewahrt Sie vor unüberlegten Entscheidungen.
Nicht unter Einfluss spielen
Die Regel, nicht betrunken Auto zu fahren, kennt jeder – und sie gilt in gleichem Maße für das Glücksspiel. Unter Alkoholeinfluss oder in emotionalen Ausnahmesituationen trifft man selten kluge Entscheidungen. Verzichten Sie daher aufs Spielen, wenn Sie nicht nüchtern, aufgewühlt oder gestresst sind.
Hilfreiche Werkzeuge für kontrolliertes Spielen
Es gibt zahlreiche Hilfsmittel, die Sie bei der Umsetzung der genannten Tipps unterstützen. Verschiedene Software-Lösungen ermöglichen es Ihnen, sich selbst Einzahlungs-, Verlust- und Zeitlimits zu setzen. Häufig sind solche Funktionen sogar direkt in die Webseite seriöser Online Casinos integriert. Sie können den Betreiber zudem darum bitten, Sie für einen bestimmten Zeitraum von der Plattform zu sperren.
Ebenfalls sehr nützlich sind sogenannte Selbsttests. Viele Anbieter stellen anonyme Online-Fragebögen bereit, die Ihnen helfen einzuschätzen, ob sich Ihr Spielverhalten noch im normalen Rahmen bewegt. Die folgenden Instrumente sollten Sie kennen und bei Bedarf nutzen.
- Einzahlungslimits, die den maximalen Betrag pro Zeitraum begrenzen
- Verlustlimits, die weitere Einsätze nach einer festgelegten Grenze stoppen
- Reality Checks, die Sie regelmäßig an die verstrichene Spielzeit erinnern
- Budgetrechner, die Ihnen einen Überblick über Ihre Ausgaben verschaffen
- Selbsteinschätzungstests zur ehrlichen Reflexion des eigenen Verhaltens
- Der Selbstausschluss als konsequente Maßnahme bei akuten Problemen
Diese Werkzeuge sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck eines bewussten und reifen Umgangs mit dem Glücksspiel. Wir empfehlen Ihnen, sie aktiv einzusetzen, bevor Schwierigkeiten überhaupt entstehen. Bei der Auswahl eines Casinos achten wir übrigens gezielt darauf, ob solche Schutzfunktionen zur Verfügung stehen, wie Sie auf unserer Seite Wie wir Online Casinos bewerten nachlesen können.
Der Schutz von Minderjährigen
Glücksspiel ist in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt. Als verantwortungsbewusster Erwachsener können Sie aktiv dazu beitragen, Minderjährige zu schützen. Schon einige einfache Vorkehrungen genügen, um zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche ungewollt Zugang zu Glücksspielangeboten erhalten.
- Lassen Sie Ihren Computer niemals unbeaufsichtigt, während Sie eingeloggt sind.
- Installieren Sie geeignete Schutzsoftware, falls Minderjährige in Ihrem Haushalt leben.
- Geben Sie Ihre Bankdaten niemals weiter und bewahren Sie diese sicher auf.
- Halten Sie Ihre Passwörter geheim und speichern Sie diese nicht automatisch.
Diese Maßnahmen kosten nur wenig Aufwand, entfalten aber eine große Wirkung. Der Schutz junger Menschen ist eine gemeinsame Aufgabe, zu der jeder Einzelne beitragen kann. Seriöse Anbieter unterstützen dieses Anliegen durch strenge Altersverifikationen.
Hilfe bei Glücksspielsucht
Die möglichen Schwierigkeiten, die auf einen Hilfebedarf hindeuten, lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: finanzielle Probleme, soziale Konflikte und persönliche Belastungen. Zu den finanziellen Problemen zählt ein riskanter Umgang mit dem eigenen Geld, etwa überhöhte Einsätze, das Hinterherlaufen von Verlusten oder gar das Aufnehmen von Schulden. Im schlimmsten Fall können Rechnungen oder die Miete nicht mehr bezahlt werden.
Soziale Konflikte betreffen das persönliche Umfeld, sei es die Familie, der Partner oder Freunde. Häufig entstehen sie aus den bereits genannten finanziellen Schwierigkeiten. Wer eine Familie hat, verspielt im Zweifel nicht mehr nur das eigene Geld, sodass auch nahestehende Personen unter den Folgen leiden. Oft gewöhnen sich Betroffene zudem an, über ihr Spielverhalten zu lügen, weil sie negative Reaktionen fürchten. Kommt die Wahrheit ans Licht, führt dies wiederum zu Konflikten.
Schließlich verursacht eine Spielsucht immer auch persönliche Probleme, da sie eine enorme psychische Belastung darstellt. Nicht selten zeigt sich dies in Form von Depressionen oder Ängsten. Betroffene machen sich häufig starke Vorwürfe oder setzen sich selbst unter großen Druck. Wichtig ist es, die Anzeichen möglichst früh zu bemerken, denn Betroffenen kann geholfen werden. Es gibt immer einen Ausweg – sei es durch das Vertrauen zu einer nahestehenden Person oder durch professionelle Unterstützung.
Wo Sie Hilfe finden können
Sich einzugestehen, dass man Hilfe benötigt, ist ein wichtiger erster Schritt. Anschließend folgt die Umsetzung, für die Ihnen verschiedene Wege offenstehen. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich überhaupt jemandem anvertrauen – welche Option Sie letztlich wählen, ist zunächst zweitrangig.
Eine erste Anlaufstelle ist für viele die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Ihr kostenloses und anonymes Beratungstelefon bietet unkomplizierte Unterstützung. Ein weiterer möglicher Schritt ist eine Therapie: Die Krankenkassen erkennen Spielsucht als psychische Erkrankung an und übernehmen die Kosten. Auch hier ist es möglich, Hilfe in Anspruch zu nehmen, ohne dass Freunde und Familie davon erfahren.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche spezialisierte Einrichtungen und Selbsthilfeangebote, die Sie kostenlos und anonym in Anspruch nehmen können. Zu den bekannten Anlaufstellen im deutschsprachigen Raum zählen unter anderem die folgenden Organisationen.
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: telefonische Beratung unter 0800 – 1 37 27 00.
- Fachverband Glücksspielsucht e.V.: Vermittlung und Beratung unter 0800 – 0 77 66 11.
- Anonyme Spieler: Beratung und Selbsthilfegruppen für Betroffene.
- Spielsucht-Forum: anonymer Online-Austausch mit anderen Betroffenen.
- Spielsucht-Therapie: Vermittlung passender therapeutischer Angebote.
Das Wichtigste ist, dass Sie den Mut aufbringen, sich einer professionellen Stelle anzuvertrauen. Für welches Angebot genau Sie sich entscheiden, spielt zunächst keine Rolle. Entscheidend ist der erste Schritt, denn er markiert den Beginn des Weges aus der Abhängigkeit.
Seien Sie ein verantwortungsbewusster Spieler
Zum Abschluss möchten wir Ihnen eine einfache, aber wichtige Botschaft mit auf den Weg geben: Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr eigenes Spielverhalten. Halten Sie sich konsequent an Ihre selbst gesteckten Regeln und überprüfen Sie regelmäßig, ob noch alles in einem gesunden Rahmen verläuft.
Und sollten Sie doch einmal feststellen, dass etwas aus dem Ruder läuft, dann handeln Sie und holen Sie sich Hilfe. Eines ist dabei sicher: Sie sind mit diesem Anliegen nicht allein. Ein bewusster und maßvoller Umgang mit dem Glücksspiel sorgt dafür, dass es das bleibt, was es sein soll – eine angenehme Freizeitbeschäftigung. Mehr über unsere Grundsätze erfahren Sie auf der Seite Über Uns.
